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1. Die Tiere
Ca. 90% aller Nutztiere werden in Massenbetrieben gehalten, die der
ethischen Fürsorge für unsere Mitgeschöpfe entbehren - es
geht in erster Linie um Wirtschaftlichkeit. Stellen Sie sich vor, Sie
wären dazu verdammt, jeden Augenblick Ihres Lebens auf einem
winzigen Fleckchen dahin zu vegetieren - ja, oft sogar ohne
Möglichkeit, sich umzudrehen - ohne Ausblicke, ohne Wetter,
inmitten tausender bis hunderttausender Artgenossen, im Gestank von
Exkrementen.
Diese Tierhaltung lässt nicht nur die Achtung vor unseren
Mitgeschöpfen vermissen, sondern auch die Achtung vor uns selbst:
Sie ist beschämend für uns Menschen.
Es gibt in Deutschland eine Organisation, die sich dieser Missstände annimmt:
Der Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung - kurz "Provieh" genannt .
2. Die Umwelt
Die Beseitigung der Gülle (Ausscheidungen der Tiere) ist problematisch:
a) Auf Grund der schieren Menge (der Appetit auf Fleisch ist riesig und
steigt weltweit an, nur in Deutschland ist ein minimaler Rückgang
zu beobachten):
Die Böden, auf die man die Gülle ausbringt,
werden überdüngt, anschließend wird das Grundwasser
geschädigt infolge der durchsickernden Gülle. Die Abgase
einer Massentierhaltungsfabrik verpesten die Luft, insbesondere ist der
Ammoniak für sauren Regen verantwortlich.
b) Auf Grund ihrer Beschaffenheit:
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Medikamentenrückstände (Krankheitsanfälligkeit der Tiere durch die widernatürliche Haltung)
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Pestizidrückstände aus dem Futter (mehr und mehr auch gentechnisch veränderte Bestandteile)
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Rückstände von Reinigungsmitteln
Der Wasserverbrauch bei der Massentierhaltung ist so hoch, dass er
angesichts der Wasserknappheit auf der Erde nicht zu verantworten ist. Das Gleiche gilt für den Energieverbrauch.
Das Methan aus der Rinderhaltung ist in hohem Maße für die Klimaerwärmung verantwortlich.
3. Die Gesundheit
Die Rückstände im Fleisch schaden der Gesundheit der
Verbraucher. Ärzte warnen z.B. vor Antibiotikaresistenz durch
Fleischgenuss, d.h. im Falle einer ernsten Erkrankung wirken
Antibiotika nicht mehr, weil der Körper schon unfreiwillig zu viel
davon durch das Fleisch aufgenommen hat.
Aber auch andere Restsubstanzen können sich schädlich auf den Menschen auswirken.
4. Die Entwicklungsländer
Die Ernährung - besser: Mästung - der Tiere verschlingt
Bodenressourcen, die für die Ernährung von Menschen in vielen
Teilen der Welt gebraucht würden.
"Das Fleisch der Reichen frisst das Brot der Armen" - so der Titel eines Filmes.
Denn: Auf dem Umweg über das Tier wird
Nahrung vergeudet (der Energiebedarf eines lebenden Tieres muss
ja ebenfalls durch Nahrung gedeckt werden - das Futter wird also nur
zu einem Teil für den Aufbau von Fleisch verwendet).
Man könnte ein Mehrfaches an Menschen ernähren, wenn man auf
vegetarische Lebensweise überginge. Guten Gewissens kann man
sagen: Ernährung durch (überwiegend) tierische Produkte ist
unsozial.
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